23 Mai 2005

Jahresbericht 2005 der "US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit"

Am vergangenen 11. Mai legte die "United States Commission on Internation Religious Freedom" (USCIRF, "US-Kommission für internationale Religionsfreiheit") ihren Jahresbericht 2005 vor und wies dabei insbesondere auf jene Länder hin, in denen das Recht auf Religionsfreiheit am wenigsten gewährleistet sei. Diese Länder sollte das US-Außenministerium in die Liste der besonders problematischen Länder, der "countries of particular concern" (CPCs), aufnehmen, schlug die unabhängige, 1998 mit dem Gesetz über internationale Religionsfreiheit geschaffene Regierungsbehörde vor. Das 10-köpfige Gremium untersucht den Status von Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Glaubensfreiheit auf der ganzen Welt und berät den Präsidenten, die Außenministerin sowie den Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika.
Usbekistan ist das einzige Land, das in diesem Jahr neu in die Liste der besonders problematischen Länder oder "CPCs" aufgenommen wurden. Diese Liste enthält die Namen jener Staaten, deren Regierungen "systematische, eklatante Verstöße gegen die universale Religions- und Glaubensfreiheit begangen oder toleriert haben", heißt es im neuen USCIRF-Jahresbericht, in dem neben Usbekistan dieselben Länder wie im Vorjahr angeführt: Birma, Nordkorea, Eritrea, Iran, Pakistan, China, Saudi-Arabien, Sudan, Turkmenistan und Vietnam.
Auf der Basis des nun vorgelegten Jahresberichts entscheidet nun das US-Außenministerium, welche der genannten Länder tatsächlich offiziell zu "CPCs" erklärt werden sollen. Im September 2004 hatte der damalige US-Außenminister Colin Powell – dem Kommissionsvorschlag folgend – Birma, China, Iran, Nordkorea und den Sudan wieder zu "CPCs" erklärt und zum ersten Mal auch Saudi-Arabien, Vietnam und Eritrea in die Liste dieser Staaten aufgenommen.
aus: ZENIT - Die Welt von Rom aus gesehen, ZGP05052302. Publikationsdatum: 2005-05-23