25 Mai 2005

Vorstand der Protestantischen Kirche in Vietnam nominiert

Auf einem Treffen in Ho Chi Minh Stadt wurden jetzt die Namen der 23 Vorstandsmitglieder der General Confederation of the Protestant Church (GCPC) bekannt gegeben. Bei der GCPC handelt es sich um einen der beiden großen protestantischen Verbände, die von Vietnam offiziell anerkannt wird.

Die 23 wurden während der zweiten Generalversammlung des Verbandes, der die Protestanten im südlichen Vietnam organisiert, in Übereinstimmung mit den neuen Bestimmungen über Glauben und Religion für fünf Jahre gewählt.

Das Treffen wurde vom Regierungskomitee für Religiöse Angelegeheiten am 20. März abgehalten, um die neue Direktive des Premierministers für die protestantischen Kirchen zu besprechen. Es wurde von der Leitung der GCPC Süd und protestantischen Pastoren vorbereitet, die ihren Dienst in der südlichen Binh Phuoc Provinz und in Tag Nguyen (dem zentralen Hochland) verrichten.

Ziel der Direktive ist es, für alle Protestanten tragbare Bedingungen für die Registrierung zu finden, Kirchen aufzubauen, Geistliche zuzurüsten und die Bibel zu verbreiten. Darin enthalten sind Maßnahmen, die Anerkennung der Protestanten in der südlichen Provinz Binh Phuoc, dem zentralen Hochland und dem südlichen Truong Son Gebirge ebenso wie den Zentralprovinzen zu erhöhen.

Insbesondere will der Staat bis Ende des Jahres den Rechtsstatus von über 30 zusätzlichen Gemeinden in der Provinz Gia Lai im zentralen Hochland anerkennen, wurde dem Treffen mitgeteilt.

Der Protestantismus soll sich im zentralen Hochland stetig ausweiten, wozu auch die Ordinierung von an die Hundert Pastoren und Predigern und die Einrichtung von regionalen Komitees ihren Teil beitrug. Mittlerweile wurden 37 Gemeinden rechtlich anerkannt. Etliche Kirchen konnten gebaut und Bibeln in verschiedenen Minderheitensprachen veröffentlicht werden. Außerdem wurden für die zukünftigen Geistlichen der GCPC Trainingskurse eingerichtet.

Protestanten, die den Anforderungen der Registrierung nicht genügten, wurden angehalten, zunächst innerhalb ihrer Häuser Gottesdienste abzuhalten. Ihnen würde dann bei der Anerkennung als Gemeinde geholfen.

Offizielle Statistiken reden von 600.000 Protestanten landesweit, davon 456.000 im Süden des Landes. Dabei sind die Protestanten nur eine von sechs religiösen Gruppen, die von der kommunistischen Regierung des Landes offiziell anerkannt werden. Bei den anderen fünf handelt es sich um Buddhismus, Katholizismus, Caodaismus, Hoa Hao und den Islam.

nach: Viet Nam News 23. Mai S.3, Vietnam Panorama