03 November 2006

amnesty Bericht über Internetzensur in Vietnam

amnesty international hat am 22. Oktober 2006 einen neuen Bericht über die Internetzensur in Vietnam herausgegeben.
Darin heißt es, dass ein Klima der Angst in Vietnam herrsche. Die Menschen dort haben Angst, Informationen im Internet zu veröffentlichen. Internetcafe-Betreiber seien gezwungen, ihre Kunden zu bespitzeln und Informationen über sie und irgendwelche Vergehen ihrerseits an die Behörden weiterzureichen. Die Internetnutzer werden belästigt, verhaftet und gefangen gehalten, weil sie friedlich und gewaltlos ihre Meinung im Internet veröffentlichen. Es gäbe Angst vor Verfolgung. Selbstzensur sei die Folge. Menschen kommen wegen eines Mouseklicks ins Gefängnis. Positiv angemerkt wird in dem Bericht, dass ein wachsendes Netz von Aktivisten und Menschen entsteht, die die Regierungskontrollen umgehen und das Internet dazu nutzen, über Menschenrechte zu diskutieren. Demokratische Bewegungen entwickeln sich und wachsen im Internet. Der Bericht erläutert auch, mit welchen Methoden die vietnamesische Regierung die Internetzensur über die letzten Jahre verschärft hat. Filtern und Blockieren von Websites sind nicht die einzigen Mittel, die sie dafür anwenden.