29 Juli 2008

Aufflammen gewalttätiger Übergriffe auf Christen in Vietnam

Nur wenige Wochen, nachdem der amerikanische Präsident eine "Verbesserung der Religionsfreiheit in Vietnam" öffentlich gelobt hatte, kam es erneut zu gewalttätigen Übergriffen der Polizei auf die Hauskirchen der Mennoniten und der "Full Gospel Church".
Weiterhin fliehen christliche Montagnards aus den zentralvietnamesischen Bergregionen vor der staatlichen Gewalt nach Kambodscha und dann weiter nach Thailand, weil sie sich in den UNHCR-Flüchtlingslagern zur Rückkehr genötigt fühlen und ihre Anträge auf Asyl extrem schleppend und schikanös bearbeitet werden.
Die vietnamesische Regierung sieht in der “Evangelischen Mitbrüderschaft ethnischer Völker Vietnams” einen “gefährlichen” Zusammenschluss von Christen und ethnischen Minderheiten und damit eine “Bedrohung der nationalen Sicherheit” und will sie nach Meinung der IGFM auflösen. Die Regierung bezeichnet die Montagnard-Christen als “Tin Lanh Dega” (Dega Protestanten), die “den evangelischen Glauben für separatistische Zwecke missbrauchen” und von “ausländischen Mächten gesteuert” sind, um das Land zu unterminieren. Im “Trainingsdokument zu den Aufgaben mit den Protestanten in der nördlichen Bergregion”, das vom Regierungskomitee für Religionsangelegenheiten Ende 2007 herausgegeben wurde, werden Staatsbeamte angewiesen, die “abnormal schnelle und spontane Ausbreitung des protestantischen Christentums in den nördlichen Provinzen entschieden zu unterbinden”. Die derzeitige Gewalt gegen die Montagnards zeigt, dass es ähnliche Anweisung gegen ethnische Christen in den Bergen Zentralvietnams geben muß.

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