27 Januar 2009

Vietnam bestreit Vorwürfe von HRW

Inzwischen hat die vietnamesische Regierung auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) reagiert und die darin erhobenen Vorwürfe aufs Schärfste abgewiesen.

Der Bericht bezieht sich auf detaillierte Interviews mit Zeugen in Vietnam und in Kambodscha. Er zeigt, dass die Khmer Krom in Vietnam ernsthaften Einschränkungen der Rechte auf Meinungs-, Versammlungs-, Vereinigungs-, Informations- und Bewegungsfreiheit ausgeliefert sind. Während der Recherchearbeit zu diesem Bericht kam Human Rights Watch in den Besitz von internen Aktennotizen der kommunistischen Partei Vietnams und vietnamesischer Regierungsbeamten. In diesen Notizen werden Bedenken über Unruhen unter den Khmer Krom im Mekong Delta geäußert sowie Strategien entwickelt, um Khmer Krom-Aktivisten zu überwachen und zum Schweigen zu bringen.

Vietnam verweist hingegen auf lokale Radio- und Fernsehprogramme in Khmer, die belegen sollen, dass sich das Land um die Integration der Flüchtlinge aus Kambodscha bemühe. Auch hätten die örtlichen Behörden der Khmer-Gemeinde geholfen, ihre Anbetungszentren zu bauen und zu reparieren. Allerdings sei es in der letzten Zeit an mehreren Orten zu Beschwerden gekommen, weil manche Bewohner unzufrieden mit den Abfindungen waren, die sie für das von ihnen bewohnte Land bekamen, als ihnen dieses im Zuge der sozio-ökonomischen Entwicklung und infolge von Infrastrukturmaßnahmen genommen wurde.

Jedoch betonte Ministeriumssprecher Le Dung, die örtlichen Behörden hätten aktiv daran gearbeitet, all diese Probleme unter Berücksichtigung der Rechtslage und der örtlichen Gegebenheiten zu beheben.

Lesen Sie hierzu: Vietnam rejects false report on on Khmer ethnic people auf mcot.net