28 Mai 2013

Weiterverbreitung von ausländischen Fernsehprogrammen behindert

Seit Mitte Mai ist das Dekret 20/2011/QD-TTG in Kraft getreten, welches die lokale Weiterverbreitung von vier Kategorien ausländischer TV Kanäle behindert, da für eine simultane Übersetzung aller Programme ins Vietnamesische künftig bezahlt werden muss. Davon betroffen sind 21 TV Sender einschließlich CNN, BBC und Star World.

Reporter ohne Grenzen befürchtet, dass durch diese Maßnahme ausländische Sender aus dem Land gedrängt werden, denn die entstehenden Kosten können nicht von allen Sendern getragen werden. Das neue Dekret bewirkt letztendlich, dass das Fernsehen durch die Übersetzungspflicht einer größeren Zensur unterworfen wird. Außerdem werden ausländische Sender künftig mit einer Verzögerung von einer halben Stunde ausgestrahlt, was eine Zensur durch die vietnamesichen Behörden ermöglicht.

Um die lokale Weiterverbreitung fortsetzen zu können, müssen sich die internationalen Kanäle beim vietnamesichen Informations- und Kommunikationsministerium registrieren lassen und einen spezielle Lizenz erwerben. Dadurch erhalten sie dann die Erlaubnis, eine staatlich überprüfte Übersetzungsagentur mit den Übersetzungen zu beauftragen.

Quelle: Reporter ohne Grenzen, New York Times, Inquirer