31 Juli 2013

Keine Pressefreiheit - wie gefährlich Journalisten in Vietnam leben



In Vietnam gibt es mehr als 700 Nachrichtenmedien einschließlich Printmedien, Onlinemedien und Radio- sowie Fernsehstationen. Sie sind alle in staatlichem Besitz und unterstehen der Kontrolle der kommunistischen Partei; eine zentrale Zensurbehörde wie in China existiert nicht. Die Herausgeber der jeweiligen Medien, die alle Mitglieder der Partei sind, müssen regelmäßig nach Hanoi reisen und Anweisungen des Ministeriums für Propaganda und Erziehung entgegennehmen. 

Die Medien sind somit Propagandainstrumente der KP, unerwünschte Berichterstattung wird dadurch unterbunden.  Beispielsweise sollte nicht berichtet werden, dass sich die Filmschauspielerin Hong Anh bei den letzten Wahlen für einen der unabhängigen Parlamentssitze bewerben wollte, wann und wo der prominente Anwalt und Menschenrechtsverteidiger Cu Huy Ha Vu aufgrund der Anklage „Propaganda gegen den Staat“ vor Gericht steht, dass neun ausländische Touristen beim kentern eines Ausflugsbootes in der Halong Bucht ertrunken sind, oder wie weit die Pläne zum Bau eines Atomkraftwerkes gediehen sind .

Einen sehr ausführlichen Bericht über die Arbeitsmöglichkeiten vietnamesischer Journalisten finden sie hier 

Die Südostasien Informationsstelle im Asienhaus/ Köln hat eine Wanderausstellung zum Thema konzipiert. Nähere Informationen zu Veranstaltungen auf der Webseite der Südostasien Informationsstelle.