20 April 2015

155 Schülern und Schülerinnen wird Ausbildung aufgrund von Landkonflikten verwehrt


Im vergangenen September erhielten einige Familien die Nachricht, dass ihre Kinder keinen Zugang zur Grund- und weiterführenden Schule für das Schuljahr 2014/15 bekommen. Bis heute wird ihnen von der Behörde das von der Verfassung garantierte Recht auf Schulbildung verwehrt.

Die Eltern der Gemeinde Dông Yên wurden stattdessen vom Direktor der Ky Anh Schule informiert, dass ihre Schüler in einer 30 km entfernten Schule angemeldet sind, einen Distrikt, in den die Familien bereits vor Monaten umsiedeln sollten. Die Konflikte in dieser katholischen Gemeinde dauern bereits seit 2012 an. Während 810 Familien der Aufforderung nachgekommen waren, weigert sich eine Gruppe von 150 Familien und verblieb auf ihrem Land.

Mitglieder der Gemeinde berichteten, dass ihre Famlien bereits seit mehreren hundert Jahren dort lebten und die Ausgleichszahlung, die sie von den Behörden bekämen, unverschämt niedrig sei. Zudem würde die neue ihnen zugewiesene Region keine adäquaten Lebensbedingungen garantieren vor allem bezüglich der Jobchancen.


In den letzten drei Jahren gab es aufgrund der Umsiedlungspolitik über 700.000 Landkonflikte meistens aufgrund zu geringer Entschädigungszahlungen. Zahlen der Weltbank zeigen, dass von 2001 bis 2010 etwa eine Million Hektar Ackerland für Infrastrukturprojekte umgewidmet wurde. Landkonflikte haben mindestens 80 Infrastrukurprojekte verzögert.

Quelle: Asian News