28 Mai 2015

Kambodschanische Soldaten suchen gezielt nach Flüchtlingen

Während sich Kambodscha nach dem umstrittenen Flüchtlingsabkommen mit Australien auf die Ankunft der ersten Flüchtlinge aus Nauru vorbereitet, tut das Land laut an der Grenze stationierter Soldaten gleichzeitig viel, um Asylsuchende aus Vietnam von der Einreise ins Königreich abzuhalten.

Letzte Woche wurden fast eintausend Soldaten entlang der vietnamesischen Grenze in der abgelegenen Provinz Ratanakkriri stationiert - nach Angaben von Beamten, um Verbrechen entlang der Grenze, inklusive „illegaler Immigration“, zu verhindern.

Doch laut den Soldaten, welche an die Grenze beordert wurden, ist ganz klar das Ziel der Mission die Suche nach Montagnards, die in Vietnam aufgrund ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. Des Weiteren sollen Personen ausfindig gemacht werden, die den Montagnards helfen.

Seit Oktober haben mehr als 100 Montagnards, eine indigene Gruppe aus Vietnams zentralem Hochland, bei der Grenzüberquerung nach Kambodscha ihr Leben riskiert, um vor religiöser und politischer Verfolgung zu fliehen.

Viele von ihnen haben trotz Hunger und Krankheiten wochenlang im Wald ausgeharrt, um einer Gefangennahme durch die Behörden zu entgehen. Dutzende wurden verhaftet und zurück nach Vietnam deportiert, während andere es bis in die Hauptstadt Phnom Penh schafften. Dreizehn von ihnen wurde der Flüchtlingsstatus zugesprochen. Vierzig warten in Phnom Penh auf die Registrierung bei der Flüchtlingsabteilung. Andere verstecken sich noch immer in Ratanakkiri in der Hoffnung auf Rettung durch die Vereinten Nationen. Aber die Aussicht für die Asylsuchenden ist schlecht, da die Regierung die einst friedlichen Grenzübergänge militarisiert hat, um den Migrantenstrom zu stoppen.


Quelle: UCA News

20 Mai 2015

Vietnam erneut auf schwarzer Liste der Religionsfreiheit

Eine parteiübergreifende Kommission des Auswärtigen Amtes der USA hat Vietnam erneut auf die schwarze Liste der weltweiten größten Unterdrücker der Religionsfreiheit gesetzt, neben den Ländern China, Myanmar und Nordkorea, die noch immer auf der Liste verbleiben.

Laut des jährlichen Berichtes der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit (USCIRF) „unterdrückt Vietnam weiterhin unabhängige religiöse Praktiken und individuelle sowie religiöse Gruppen“.

Das Auswärtige Amt nahm Vietnam 2004 auf die Liste der besorgniserregenden Länder (CPC) mit auf. Zwei Jahre später wurde das Land aufgrund von Verbesserungen der diplomatischen Beziehungen wieder von der schwarzen Liste genommen, ignorierte seitdem aber wiederholte Aufrufe von Seiten der Kommission seine Richtlinien wieder in Kraft zu setzen.

Trotz „einiger Verbesserungen“ hinsichtlich der Religionsfreiheit in den letzten Jahren fordert die vietnamesische Regierung laut des USCIRF-Reportes „von religiösen Organisationen und Gemeinden sich bei einer staatlich zugelassenen Organisation zu registrieren, um als legal zu gelten“.

USCIRF Vorsitzende Dr. Katrina Lantos Swett gab an, dass Vietnam über eine Vielzahl von Mechanismen verfügt, um religiöse Praktiken im Land zu kontrollieren. Sie gab an, darüber sehr besorgt zu sein: „Wir raten weiterhin dazu, Vietnam als CPC zu bezeichnen. Wir finden, dass dies aufgrund der Fakten gerechtfertigt ist. Und ich möchte darauf hinweisen, dass trotz der Fortschritte in anderen Bereichen die Menschenrechtslage in Vietnam sehr schlecht bleibt – insbesondere was die Religionsfreiheit betrifft.“

Quelle: Radio Free Asia

15 Mai 2015

Anklage gegen Journalisten wegen "Verbrechen gegen den Staat"

Nach Berichten aus Medien ist vergangene Woche der Journalist Kom Quoc Hoa wegen Verbrechen gegen den Staat angeklagt worden. Hoa hatte einen Bericht über korrupte hohe Beamte geschrieben. Seine Artikel hätten angeblich die Wahrheit verdreht, vertrauliche Informationen zur nationalen Sicherheit seien enthüllt worden, so eine Person aus dem Informationsministerium.

Kim war Herausgeber von "Nguoi Cao Tuoi", einer Seniorenzeitschrift.  Die Zeitschrift gibt es seit März nicht mehr. 
Quelle: Der Standard

10 Mai 2015

Vietnamesische Flüchtlinge aus Kambodscha agbeschoben


In den vergangenen Monaten wurden 54 vietnamesische Flüchtlinge abgeschoben, weiteren Personen droht ebenfalls die Ausweisung. Die Menschenrechtsorganisation LICADHO  (Kambodschanische Liga zur Förderung und Verteidigung der Menschenrechte) wirft der kambodschanischen Regierung die Missachtung internationaler Flüchtlingsabkommen vor.

Bei der betroffenen Gruppe handelt es sich um die überwiegend protestantischen Montagnards, die in Vietnam wegen ihres Glaubens diskriminiert werden. Seit geraumer Zeit flüchten diese Bergvölker aus Zentralvietnam nach Kambodscha. Tatsächlich hatte die kambodschanische Regierung nach einer Intervention der Vereinten Nationen 13 Montagnards als Flüchtlinge anerkannt.


Quelle: Radio Vatikan