20 Mai 2015

Vietnam erneut auf schwarzer Liste der Religionsfreiheit

Eine parteiübergreifende Kommission des Auswärtigen Amtes der USA hat Vietnam erneut auf die schwarze Liste der weltweiten größten Unterdrücker der Religionsfreiheit gesetzt, neben den Ländern China, Myanmar und Nordkorea, die noch immer auf der Liste verbleiben.

Laut des jährlichen Berichtes der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit (USCIRF) „unterdrückt Vietnam weiterhin unabhängige religiöse Praktiken und individuelle sowie religiöse Gruppen“.

Das Auswärtige Amt nahm Vietnam 2004 auf die Liste der besorgniserregenden Länder (CPC) mit auf. Zwei Jahre später wurde das Land aufgrund von Verbesserungen der diplomatischen Beziehungen wieder von der schwarzen Liste genommen, ignorierte seitdem aber wiederholte Aufrufe von Seiten der Kommission seine Richtlinien wieder in Kraft zu setzen.

Trotz „einiger Verbesserungen“ hinsichtlich der Religionsfreiheit in den letzten Jahren fordert die vietnamesische Regierung laut des USCIRF-Reportes „von religiösen Organisationen und Gemeinden sich bei einer staatlich zugelassenen Organisation zu registrieren, um als legal zu gelten“.

USCIRF Vorsitzende Dr. Katrina Lantos Swett gab an, dass Vietnam über eine Vielzahl von Mechanismen verfügt, um religiöse Praktiken im Land zu kontrollieren. Sie gab an, darüber sehr besorgt zu sein: „Wir raten weiterhin dazu, Vietnam als CPC zu bezeichnen. Wir finden, dass dies aufgrund der Fakten gerechtfertigt ist. Und ich möchte darauf hinweisen, dass trotz der Fortschritte in anderen Bereichen die Menschenrechtslage in Vietnam sehr schlecht bleibt – insbesondere was die Religionsfreiheit betrifft.“

Quelle: Radio Free Asia